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Entgeltumwandlung für Beschäftigte im Handwerk: So profitieren Sie

Wie Handwerker von der betrieblichen Altersversorgung profitieren können

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist ein zentraler Baustein der Altersvorsorge. Besonders für Beschäftigte im Handwerk bietet die Entgeltumwandlung attraktive Möglichkeiten, um steuerlich begünstigt für das Alter vorzusorgen. Doch wie funktioniert die Entgeltumwandlung genau, und welche Vorteile bietet sie speziell für Handwerker?

Auf einen Blick
Lesedauer ca. 2 Min.

Die wichtigsten Fakten

  • Die Entgeltumwandlung ermöglicht es, Teile des Bruttogehalts in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln.
  • Steuerliche Vorteile und Sozialabgabenersparnisse machen die Entgeltumwandlung attraktiv.
  • Auch im Handwerk gibt es flexible Durchführungswege wie Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds.

Was ist Entgeltumwandlung?

Die Entgeltumwandlung ist ein Modell der betrieblichen Altersversorgung, bei dem ein Teil des Bruttoarbeitsentgelts direkt in eine Altersvorsorge investiert wird. Dadurch verringert sich das steuer- und sozialabgabenpflichtige Einkommen, was zu einer immediate Steuerersparnis führt. Gleichzeitig wird der umgewandelte Betrag in eine betriebliche Altersversorgung eingezahlt und wächst dort an.

Vorteile der Entgeltumwandlung für Handwerker

Für Beschäftigte im Handwerk bietet die Entgeltumwandlung mehrere Vorteile:

  • Steuerersparnis: Der umgewandelte Betrag wird nicht versteuert, was zu einer direkten Erhöhung des Nettogehalts führt.
  • Sozialabgabenersparnis: Auch die Sozialabgaben verringern sich, da der umgewandelte Betrag nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegt.
  • Arbeitgeberzuschuss: Viele Arbeitgeber beteiligen sich an der betrieblichen Altersversorgung, was die Attraktivität zusätzlich erhöht.
  • Flexibilität: Es gibt verschiedene Durchführungswege wie Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds, die je nach individueller Situation gewählt werden können.

Durchführungswege der Entgeltumwandlung

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Die Entgeltumwandlung kann über verschiedene Durchführungswege umgesetzt werden. Die Wahl des richtigen Weges hängt von den individuellen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen ab:

  • Direktversicherung: Eine Lebensversicherung, die direkt auf den Arbeitnehmer abgeschlossen wird. Dieser Weg ist besonders einfach und transparent.
  • Pensionskasse: Eine eigenständige Versorgungseinrichtung, die die Beiträge verwaltet und die Leistungen erbringt.
  • Pensionsfonds: Eine kapitalgedeckte Versorgungseinrichtung, die höhere Renditechancen bietet, aber auch mit höheren Risiken verbunden ist.
  • Unterstützungskasse: Eine Einrichtung, die vom Arbeitgeber getragen wird und die Leistungen an die Arbeitnehmer auszahlt.
  • Direktzusage: Der Arbeitgeber verpflichtet sich direkt, die Leistungen an den Arbeitnehmer zu zahlen.

Umsetzung der Entgeltumwandlung im Handwerk

Die Umsetzung der Entgeltumwandlung im Handwerk erfordert einige Schritte, die sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer beachten sollten:

  1. Information und Beratung: Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter über die Möglichkeiten der Entgeltumwandlung informieren und gegebenenfalls eine Beratung anbieten.
  2. Wahl des Durchführungswegs: Gemeinsam mit dem Arbeitnehmer sollte der passende Durchführungsweg gewählt werden.
  3. Vertragsabschluss: Der gewählte Durchführungsweg wird vertraglich festgelegt.
  4. Umsetzung der Gehaltsumwandlung: Der umgewandelte Betrag wird direkt in die betriebliche Altersversorgung eingezahlt.

Steuerliche Behandlung der Entgeltumwandlung

Die Entgeltumwandlung bietet nicht nur steuerliche Vorteile während der Ansparphase, sondern auch im Leistungsfall. Die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung sind bis zu bestimmten Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei. Im Leistungsfall werden die Auszahlungen dann als Einkommen versteuert, allerdings oft mit einem niedrigeren Steuersatz als während des aktiven Berufslebens.

Fazit: Entgeltumwandlung als attraktive Option für Handwerker

Die Entgeltumwandlung ist eine attraktive Möglichkeit für Beschäftigte im Handwerk, um steuerlich begünstigt für das Alter vorzusorgen. Durch die verschiedenen Durchführungswege und die Flexibilität bei der Umsetzung kann die betriebliche Altersversorgung individuell gestaltet werden. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter über die Möglichkeiten informieren und gegebenenfalls eine Beratung anbieten, um die Vorteile der Entgeltumwandlung optimal zu nutzen.

FAQ

Häufige Fragen

Der maximale Betrag, der steuerfrei umgewandelt werden kann, beträgt 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Für das Jahr 2023 liegt dieser Betrag bei 3.408 Euro pro Jahr.

Ja, viele Arbeitgeber beteiligen sich an der betrieblichen Altersversorgung und leisten einen Zuschuss. Dieser Zuschuss ist ebenfalls steuer- und sozialabgabenfrei.

Es gibt verschiedene Durchführungswege wie Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Direktzusage. Die Wahl des richtigen Weges hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.

Die betriebliche Altersversorgung bleibt auch bei einem Arbeitgeberwechsel erhalten. Die Ansprüche können in der Regel auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden.

Ja, auch geringfügig Beschäftigte können die Entgeltumwandlung nutzen, sofern der Arbeitgeber dies anbietet. Die steuerlichen Vorteile gelten ebenfalls.
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