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Portabilität bei Arbeitgeberwechsel: Was passiert mit der betrieblichen Altersversorgung?

Ihre betriebliche Altersversorgung im Wandel: So sichern Sie Ihre Ansprüche

Ein Arbeitgeberwechsel ist ein einschneidendes Ereignis im Berufsleben. Neben neuen Aufgaben und Herausforderungen stellt sich oft die Frage: Was passiert mit meiner betrieblichen Altersversorgung (bAV)? Die gute Nachricht ist, dass die bAV in vielen Fällen portabel ist. Das bedeutet, dass Sie Ihre Ansprüche mitnehmen können. Doch wie funktioniert das genau? Und welche Optionen haben Sie?

Auf einen Blick
Lesedauer ca. 2 Min.

Die wichtigsten Fakten

  • Portabilität ermöglicht den Transfer von bAV-Ansprüchen bei einem Arbeitgeberwechsel.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die bAV fortzuführen oder zu übertragen.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und steuerliche Aspekte sind zu beachten.

Was bedeutet Portabilität bei der betrieblichen Altersversorgung?

Portabilität bezeichnet die Übertragbarkeit von Ansprüchen aus der betrieblichen Altersversorgung bei einem Arbeitgeberwechsel. Seit der Einführung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) im Jahr 2018 ist die Portabilität gesetzlich verankert. Das Ziel ist es, die Mobilität von Arbeitnehmern zu erhöhen und gleichzeitig die Altersvorsorge zu sichern.

Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Portabilität:

  • Externe Portabilität: Die Ansprüche werden auf einen neuen Arbeitgeber übertragen.
  • Interne Portabilität: Die Ansprüche bleiben beim bisherigen Versorgungswerk, werden aber weitergeführt.

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Wenn Sie den Arbeitgeber wechseln, haben Sie in der Regel mehrere Möglichkeiten, mit Ihrer betrieblichen Altersversorgung zu verfahren:

  1. Übertragung auf den neuen Arbeitgeber: Der neue Arbeitgeber übernimmt die bestehenden Ansprüche. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der neue Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung anbietet und bereit ist, die Ansprüche zu übernehmen.
  2. Weiterführung beim bisherigen Versorgungswerk: Die Ansprüche bleiben beim bisherigen Versorgungswerk bestehen und werden weitergeführt. Dies ist besonders sinnvoll, wenn der neue Arbeitgeber keine betriebliche Altersversorgung anbietet.
  3. Umwandlung in eine private Rentenversicherung: Die Ansprüche können in eine private Rentenversicherung umgewandelt werden. Dies ist jedoch oft mit Kosten und steuerlichen Nachteilen verbunden.
  4. Auszahlung der Ansprüche: In bestimmten Fällen können die Ansprüche ausgezahlt werden. Dies ist jedoch meist nicht ratsam, da steuerliche Nachteile und Abzüge entstehen können.

Rechtliche Rahmenbedingungen und steuerliche Aspekte

Bei der Portabilität der betrieblichen Altersversorgung sind verschiedene rechtliche und steuerliche Aspekte zu beachten. So ist beispielsweise die Übertragung der Ansprüche an bestimmte Fristen gebunden. Zudem können steuerliche Nachteile entstehen, wenn die Ansprüche ausgezahlt werden.

Es ist daher ratsam, sich vor einem Arbeitgeberwechsel genau über die Möglichkeiten und Konsequenzen zu informieren. Eine individuelle Beratung durch einen Experten für betriebliche Altersversorgung kann hier sinnvoll sein.

Praktische Schritte zur Portabilität

Wenn Sie Ihre betriebliche Altersversorgung bei einem Arbeitgeberwechsel mitnehmen möchten, sollten Sie folgende Schritte beachten:

  1. Informieren Sie sich über Ihre Ansprüche: Lassen Sie sich von Ihrem bisherigen Arbeitgeber eine Übersicht über Ihre bestehenden Ansprüche geben.
  2. Klären Sie die Möglichkeiten mit dem neuen Arbeitgeber: Fragen Sie beim neuen Arbeitgeber nach, ob und in welcher Form eine Übernahme der Ansprüche möglich ist.
  3. Beantragen Sie die Portabilität: Stellen Sie einen Antrag auf Übertragung oder Weiterführung Ihrer Ansprüche.
  4. Lassen Sie sich beraten: Ziehen Sie gegebenenfalls einen Experten für betriebliche Altersversorgung hinzu, um die beste Lösung für Ihre Situation zu finden.

Fazit

Die Portabilität der betrieblichen Altersversorgung bietet Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihre Ansprüche auch bei einem Arbeitgeberwechsel zu sichern. Durch die verschiedenen Optionen können Sie flexibel auf Ihre individuelle Situation reagieren. Wichtig ist es, sich frühzeitig zu informieren und gegebenenfalls eine individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

FAQ

Häufige Fragen

Portabilität bezeichnet die Übertragbarkeit von Ansprüchen aus der betrieblichen Altersversorgung bei einem Arbeitgeberwechsel. Sie ermöglicht es Arbeitnehmern, ihre Ansprüche mitzunehmen oder weiterzuführen.

Ja, eine Übertragung auf einen neuen Arbeitgeber ist möglich, sofern dieser eine betriebliche Altersversorgung anbietet und bereit ist, die Ansprüche zu übernehmen.

In diesem Fall können die Ansprüche beim bisherigen Versorgungswerk weitergeführt oder in eine private Rentenversicherung umgewandelt werden.

In bestimmten Fällen ist eine Auszahlung möglich. Allerdings können dabei steuerliche Nachteile und Abzüge entstehen, sodass dies meist nicht ratsam ist.

Die Übertragung der Ansprüche ist an bestimmte Fristen gebunden. Es ist ratsam, sich frühzeitig zu informieren und die Portabilität rechtzeitig zu beantragen.
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