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Entgeltumwandlung: Grundlagen und Beispiel in der Lohnabrechnung

Wie die Entgeltumwandlung funktioniert und was Sie in der Lohnabrechnung beachten müssen

Die Entgeltumwandlung ist eine der beliebtesten Methoden zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) in Deutschland. Sie ermöglicht es Arbeitnehmern, einen Teil ihres Bruttoentgelts direkt in eine betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln. Dies kann steuerliche Vorteile bieten und gleichzeitig die Altersvorsorge stärken.

Auf einen Blick
Lesedauer ca. 2 Min.

Die wichtigsten Fakten

  • Die Entgeltumwandlung ist eine Form der betrieblichen Altersversorgung.
  • Sie reduziert das Bruttoeinkommen und kann Steuern und Sozialabgaben sparen.
  • Die Umwandlung wird direkt in der Lohnabrechnung ausgewiesen.

Was ist Entgeltumwandlung?

Bei der Entgeltumwandlung verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Bruttolohns, der dann direkt in eine betriebliche Altersversorgung fließt. Dieser verzichtete Teil wird nicht ausgezahlt, sondern in eine Versicherungs- oder Pensionskassenlösung investiert. Dadurch verringert sich das steuer- und sozialabgabenpflichtige Einkommen, was zu einer direkten Ersparnis führen kann.

Wie funktioniert die Entgeltumwandlung?

Die Entgeltumwandlung wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbart. Der Arbeitnehmer entscheidet, welcher Teil seines Bruttoentgelts umgewandelt werden soll. Dieser Betrag wird dann direkt vom Bruttolohn abgezogen und in die betriebliche Altersversorgung eingezahlt.

Es gibt verschiedene Durchführungswege für die betriebliche Altersversorgung, wie zum Beispiel Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds. Die Wahl des Durchführungswegs hängt von den individuellen Gegebenheiten und den Angeboten des Arbeitgebers ab.

Beispiel in der Lohnabrechnung

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Ein Beispiel verdeutlicht, wie die Entgeltumwandlung in der Lohnabrechnung ausgewiesen wird:

  • Bruttolohn: 3.500 €
  • Umwandlungsbetrag: 100 €
  • Steuerpflichtiges Einkommen: 3.400 €
  • Sozialabgabenersparnis: ca. 20 € (abhängig vom individuellen Steuersatz)
  • Nettoersparnis: ca. 40 € (abhängig vom individuellen Steuersatz)

In der Lohnabrechnung wird der umgewandelte Betrag separat ausgewiesen. Dies bedeutet, dass der Bruttolohn um den Umwandlungsbetrag reduziert wird und somit weniger Steuern und Sozialabgaben anfallen.

Vorteile der Entgeltumwandlung

Die Entgeltumwandlung bietet mehrere Vorteile:

  • Steuerersparnis: Durch die Reduzierung des Bruttoeinkommens können Steuern gespart werden.
  • Sozialabgabenersparnis: Auch die Sozialabgaben verringern sich, da sie auf das reduzierte Bruttoeinkommen berechnet werden.
  • Altersvorsorge: Die umgewandelten Beträge werden direkt in die betriebliche Altersversorgung eingezahlt und erhöhen somit die spätere Rente.

Rechtliche Grundlagen

Die Entgeltumwandlung ist im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt. Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung, sofern der Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung anbietet. Die genauen Bedingungen und Möglichkeiten sollten jedoch immer individuell mit dem Arbeitgeber und gegebenenfalls einem Steuerberater besprochen werden.

Fazit

Die Entgeltumwandlung ist eine attraktive Möglichkeit, um Steuern und Sozialabgaben zu sparen und gleichzeitig die betriebliche Altersversorgung zu stärken. Durch die direkte Umwandlung eines Teils des Bruttoentgelts in eine Altersvorsorge können Arbeitnehmer langfristig von einer höheren Rente profitieren.

FAQ

Häufige Fragen

Der maximale Betrag für die Entgeltumwandlung ist gesetzlich geregelt und kann sich jährlich ändern. Aktuell liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 8% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung im jeweiligen Kalenderjahr.

Grundsätzlich ist die Entgeltumwandlung eine langfristige Vereinbarung. Änderungen sind jedoch in Absprache mit dem Arbeitgeber möglich, insbesondere bei Veränderungen der persönlichen oder finanziellen Situation.

Es gibt verschiedene Durchführungswege wie Direktversicherungen, Pensionskassen, Pensionsfonds, Unterstützungskassen und Direktzusagen. Jeder Durchführungsweg hat seine eigenen Vor- und Nachteile, die individuell betrachtet werden sollten.

Die Entgeltumwandlung erhöht die betriebliche Altersversorgung und führt somit zu einer höheren Rente. Gleichzeitig kann sich die gesetzliche Rente durch die reduzierten Sozialabgaben leicht verringern.

Die Entgeltumwandlung kann für viele Arbeitnehmer sinnvoll sein, insbesondere für diejenigen, die Steuern und Sozialabgaben sparen möchten und gleichzeitig ihre Altersvorsorge stärken wollen. Eine individuelle Beratung ist jedoch empfehlenswert.
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